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Patrick Bardelli
Produkttest

Die Ambit LS Goggle von Scott hat ihre Stärken bei Sonnenschein

Photochromes Glas, breites Sichtfeld und Anti-Fog-Beschichtung: Die Ambit LS Goggle von Scott glänzt bei Sonnenschein, stösst bei diffusem Licht aber an ihre Grenzen. Im Test kann mich die Skibrille nur bedingt überzeugen.

Es riecht nach Dichtestress. In den ersten Kantonen haben die Sportferien begonnen, ausserdem ist Samstag und die Sonne scheint. Ich bin zum ersten Mal im Gebiet Engelberg/Titlis beim Skifahren. Zwischen den schroffen Gesteinsformationen schlängeln sich die Menschen auf ihren Carvingskiern und Snowboards die schmalen Pisten hinunter ins Tal. Speziell auf der Seite Jochpass und hoch zum Jochstock geht es für meinen Geschmack fast ein bisschen zu eng zu und her.

Zudem liegt jetzt Ende Januar auch auf über 2500 Metern über Meer für diese Jahreszeit erstaunlich wenig Schnee. Entsprechend anspruchsvoll ist jede Fahrt: Kleine und auch grosse Steine lugen aus der dünnen Schneedecke, von links kommt eine sportliche Carverin, von rechts ein Anfänger im Stemmbogen und von hinten nähert sich das unverwechselbare Kratzen einer Snowboardkante. Uff!

Sportferien, Wochenende und Sonnenschein: Skifahren ist schön, aber anstrengend. Der Blick geht vom Jochstock ins Tal.
Sportferien, Wochenende und Sonnenschein: Skifahren ist schön, aber anstrengend. Der Blick geht vom Jochstock ins Tal.

Ambit Compact Light (LS) von Scott

Es ist ganz schön anstrengend, das alles während der Fahrt im Auge zu behalten. Kein Wunder, bin ich nach einem langen Tag im Schnee jeweils fix und fertig und freue mich aufs Bett. Umso wichtiger ist die Ausrüstung. In diesem Fall die Skibrille oder Goggle, wie sie heute neudeutsch genannt wird. Von Scott Sports habe ich das photochrome Modell Ambit LS zum Testen bekommen.

Bei dieser Technologie passt sich die Brille automatisch an das Umgebungslicht an. Die Ambit LS deckt dabei laut Hersteller die Schutzstufen 1 bis 3 ab und bietet 100 Prozent UV-Schutz. Ich bin kein Fan vom Gefummel am Pistenrand oder im Sessellift mit Ersatzgläsern und darum seit zwei Jahren mit einem Produkt des Schweizer Herstellers React unterwegs. Die Wattwiler arbeiten an ihren Sportbrillen jedoch mit einer anderen Technologie, die einerseits schneller (im 0,1 Sekundenbereich) abdunkelt und aufhellt, andererseits dadurch auch um einiges teurer ist.

Die Ambit LS Goggle in Kombination mit dem Skihelm Flow Pro Mips, ebenfalls von Scott.
Die Ambit LS Goggle in Kombination mit dem Skihelm Flow Pro Mips, ebenfalls von Scott.

Breites Sichtfeld, hoher Tragekomfort und kein Beschlagen

Ein Pluspunkt der Ambit LS ist das breite Sichtfeld. Das hilft, möglichst vieles gleichzeitig im Auge zu behalten. Von wegen schnelle Carverin, Anfänger im Stemmbogen und Steine auf der Piste. Ebenfalls positiv ist die Tatsache, dass die Brille in Kombination mit dem Helmet Flow Pro während zweier Tage nicht einmal angelaufen ist. Anti-Fog-Beschichtung sei Dank. Mein ausführliches Review zum Skihelm von Scott habe ich dir hier verlinkt:

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Die Brille wiegt rund 150 Gramm. Es gibt sie in zwei Varianten mit unterschiedlichen Glasbreiten und -höhen für kleine bis mittelgrosse sowie grosse Gesichter. Die grössere der beiden Versionen passt für mich super und die Ambit LS sitzt sehr angenehm. Die photochromatische Scheibe passt sich wechselnden Lichtverhältnissen automatisch an. Fährst du vom Sonnenlicht in den Schatten, hellt sie auf und umgekehrt.

Licht und Schatten wechseln sich ab

Dabei hat die Brille ihre Stärken bei sonnigen Verhältnissen. Den Licht-Schattenwechsel schafft sie ohne Probleme, die Konturen im Schnee sind gut sichtbar. Weniger geeignet ist die Ambit LS bei diffusem Licht. Und davon hat es am zweiten Tag meines Skiweekends leider mehr als genug. Bei diesem «flachen» Licht, wie im Titelbild oben zu erahnen ist, geht die Bodensicht verloren und die Piste vor mir wirkt wie ein weiss-grauer Teppich. So zu fahren ist für mich sehr unangenehm.

In der Sonne ...
In der Sonne ...
... oder im Schatten kann die Ambit LS von Scott punkten.
... oder im Schatten kann die Ambit LS von Scott punkten.

Scott verspricht mit seiner sogenannten Amplifier Lens Technology zwar das Gegenteil. Bei meinem Testmodell mit dem Glas in Bronze – alternativ gibt es auch ein rotes und ein blaues Glas – bleibt die Bodensicht bei «flachem» Licht jedoch schwierig.

Scott Sports Ambit LS S1-3 (VLT 9-80%)
Skibrille

Scott Sports Ambit LS S1-3 (VLT 9-80%)

Fazit

Licht und Schatten bei der Ambit LS Goggle von Scott

Bei dieser Skibrille wechseln sich Licht und Schatten wortwörtlich ab. Am ersten Tag des Skiweekends mit Sonnenschein bin ich mit ihr durchaus zufrieden. Sowohl in der Sonne als auch in schattigen Abschnitten ist die Bodensicht gut, sind die Konturen im Schnee deutlich zu erkennen. In Kombination mit dem breiten Sichtfeld und der Anti-Fog-Beschichtung kommt der Fahrspass trotz Dichtestress auf der Piste nicht zu kurz.

Am zweiten Tag sind die Lichtverhältnisse komplizierter und die Ambit LS muss dieser Tatsache Tribut zollen. In gewissen Pisatenabschnitten ist das Licht so «flach», dass die Bodensicht mit dieser Brille schlecht ist und die Fahrten stellenweise einem Blindflug gleichen. Da habe ich dann auf die Sight 2.0 von React zurückgegriffen, bei der die Abdunklungsintensität nach Belieben mit einem kleinen Regler auch manuell eingestellt werden kann. Von maximaler Abdunklung bis zum kompletten Deaktivieren. Fairerweise sei hier erwähnt, dass dieses Produkt dann auch mehr als doppelt so teuer ist wie die Ambit LS.

Man könnte natürlich eine zweite Goggle mit einem Glas der Kategorie 0 bis 1 mitnehmen und bei Bedarf darauf zurückgreifen. Die Idee des photochromatischen Modells besteht aber gerade darin, nicht mit mehreren Brillen oder Gläsern auf der Piste herumhantieren zu müssen.

Pro

  • breites Sichtfeld
  • gutes Anti-Fog-Verhalten
  • gut bei sonnigen Verhältnissen
  • hoher Tragekomfort

Contra

  • nicht ideal bei diffusem Licht
  • nicht für Brillenträger geeignet
Scott Sports Ambit LS S1-3 (VLT 9-80%)
Skibrille

Scott Sports Ambit LS S1-3 (VLT 9-80%)

Titelbild: Patrick Bardelli

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Vom Radiojournalisten zum Produkttester und Geschichtenerzähler. Vom Jogger zum Gravelbike-Novizen und Fitness-Enthusiasten mit Lang- und Kurzhantel. Bin gespannt, wohin die Reise noch führt.


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