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Produkttest

Die Playstation aus Lego im Test: fast perfekt

Ich habe die Lego-Version der PS1 gebaut. Die liebevolle Nachbildung der Kult-Konsole ist ein Traum für Playstation-Fans. Mit einem Haken.

Nachdem ich vergangenes Jahr bereits eine Lego-Version von Nintendos Game Boy zusammengesetzt habe, nehme ich jetzt eine andere ikonische Konsole in Angriff: die erste Playstation.

Mit dem Bauerlebnis und dem Endprodukt bin ich zufrieden – vor allem die «geheimen» Dioramen im Inneren der Replika machen Freude. Enttäuscht bin ich hingegen vom Controller. Das geht besser, Lego.

Der Bauprozess: reibungslos mit gelegentlichem Fummeln

Das Playstation-Lego-Set besteht aus 1911 Teilen und 14 Päckchen. Die Replik der ikonischen Konsole ist gemäss Lego «beinahe 1:1». Sie ist 6 cm hoch, 26 cm breit und 19 cm tief. Die Bedienungsanleitung umfasst satte 263 Seiten mit 422 nummerierten Bauschritten. Für den Zusammenbau benötige ich etwas mehr als sechs Stunden.

Alles ausgepackt, jetzt geht's los.
Alles ausgepackt, jetzt geht's los.

Gleich zu Beginn begrüsst mich in der Bedienungsanleitung der «Vater der Playstation», Ken Kutaragi, höchstpersönlich. Hi, Ken! Schön, dich kennenzulernen.

Ken erklärt, wieso Lego und Playstation der perfekte Match sind.
Ken erklärt, wieso Lego und Playstation der perfekte Match sind.

Zuerst baue ich die Basis der Konsole, auf der ich die heiligen PS-Buchstaben anbringe. Ich schwelge in Erinnerungen. Der legendäre Startup-Sound der PS1 läuft in meinem Kopf im Endlos-Loop. Die Anleitung ist verständlich und der Zusammenbau trotz beweglicher Teile einfach zu meistern.

Das PS-Logo auf der Basis und die beweglichen Lego-Teile für den Deckel.
Das PS-Logo auf der Basis und die beweglichen Lego-Teile für den Deckel.

Fummeliger wird es bei den zwei ausziehbaren Dioramen, die im Gehäuse der PS1 versteckt sind. Die detailreichen Szenen sind voller kleiner Teile, die mir beim Zusammenbauen manchmal wegspringen. Spass habe ich trotzdem – nicht zuletzt, weil mir erst gegen Ende klar wird, was ich da überhaupt erschaffe.

In den Dioramen kommen Sticker zum Einsatz. Im Rest der Konsole verbaue ich bedruckte Steine.
In den Dioramen kommen Sticker zum Einsatz. Im Rest der Konsole verbaue ich bedruckte Steine.

Die beiden Dioramen zeigen zwei Spiele, die die Geschichte der Playstation nachhaltig geprägt haben.

Die Rennsimulation «Gran Turismo» (1997) entwickelte sich zum meistverkauften Titel für die PS1 und etablierte Sonys Konsole als leistungsfähige und «erwachsene» Gaming-Plattform.

«Ape Escape» (1999) war eine Revolution, weil es das erste Game war, das nicht mit dem originalen Playstation-Controller gespielt werden konnte. Stattdessen setzte das Game auf die zusätzlichen Analogsticks der Dualshock-Variante – einer Controller-Revision, die 1997 und damit rund drei Jahre nach dem Launch der Playstation erschien.

Gerüchten zufolge soll es bald ein «Ape Escape»-Revival geben.
Gerüchten zufolge soll es bald ein «Ape Escape»-Revival geben.

Besonders befriedigt mich der Moment, in dem ich den Deckel am Disc-Laufwerk befestige. Kaum zu glauben, dass die nächste Playstation-Generation ohne physische Datenträger auskommen wird.

Rest in Peace.

Ich werde euch vermissen, physische Games.
Ich werde euch vermissen, physische Games.

Zum Abschluss nehme ich den Controller in Angriff. Das ikonische Eingabegerät ist schneller fertig als gedacht – unter anderem, weil Lego auf bewegliche Teile (sprich: drückbare Knöpfe) verzichtet.

Auf dem Controller gibt's keine Sticker.
Auf dem Controller gibt's keine Sticker.

Das Endprodukt: geil, aber...

Mit dem Resultat meiner sechsstündigen Bauphase bin ich zufrieden. Geschlossen sieht die Lego-Replika dem Original zum Verwechseln ähnlich.

Schön, oder?
Schön, oder?

Den Deckel des Disc-Laufwerks öffne ich mit dem «Open»-Knopf auf der rechten Seite. Leider klemmt dieser bei mir. Drücke ich ihn runter, bekomme ich ihn nur durch Rütteln wieder hoch (that's what she said). Immerhin funktioniert der «Power»-Knopf auf der linken Seite tadellos.

Öffne ich die Playstation, sehe ich die beiden Dioramen im Inneren.
Öffne ich die Playstation, sehe ich die beiden Dioramen im Inneren.

Die beiden Dioramen im Inneren funktionieren wie Schubladen. Ich ziehe sie seitwärts aus, um die liebevoll gestalteten Szenen näher zu betrachten. Sehr cool!

Bei «Gran Turismo» fahren kleine Autos auf einer Rennstrecke umher. Süss.
Bei «Gran Turismo» fahren kleine Autos auf einer Rennstrecke umher. Süss.

Den Controller stecke ich in einem der Controller-Slots ein. Schade finde ich, dass weder das Steuerkreuz noch die Knöpfe drückbar sind. Der Start- und Select-Knopf in der Controller-Mitte sind sogar nur aufgedruckt. Das hat Lego beim letztjährigen Game Boy viel besser gemacht.

Zudem stört mich als Playstation-Nerd, dass es sich um den ersten PS-Controller ohne Analogsticks (1994) und nicht um die Dualshock-Revision mit Analogsticks (1997) handelt. Schliesslich ist eines der Diorama-Spiele «Ape Escape» – das erste Game, das nur mit dem Dualschock und seinen neuen Sticks spielbar war.

Keine Analogsticks, keine beweglichen Teile. Buuuh.
Keine Analogsticks, keine beweglichen Teile. Buuuh.

Abgesehen davon bin ich mit meiner Lego-PS1 glücklich. Sie gesellt sich zu meinem Lego-Game-Boy im Nerd-Regal und erstrahlt neben dem ikonischen Ziegelstein in ihrer grauen Pracht.

Liebes Lego, falls du hier mitliest: Als Nächstes wünsche ich mir Sets von der PS2, dem Gamecube, der Wii und dem Nintendo DS. Bitte mit drückbaren Knöpfen und den richtigen Controllern. Danke.

Eine glückliche Familie.
Eine glückliche Familie.

Sony hat mir ein Testexemplar zur Verfügung gestellt. Das Set ist aktuell exklusiv über Lego verfügbar, ab dem 1. Dezember wird es im Digitec- und Galaxus-Shop verfügbar sein.

Fazit

Mein Playstation-Herz schlägt höher

Ich liebe meine Lego-Playstation. Der rund sechsstündige Bauprozess macht ohne grössere Komplikationen Spass und das Endresultat sieht dem Original zum Verwechseln ähnlich. Im Inneren verstecken sich zwei liebevoll gestaltete Dioramen mit «Ape Escape» und «Gran Turismo», die ich wie Schubladen herausziehe. Das Disc-Laufwerk (RIP) öffne ich mit dem «Open»-Knopf – der klemmt bei meiner Lego-Playstation leider etwas. Abzüge gibt’s auch beim Controller. Der sieht zwar cool aus, bietet aber keine drückbaren Knöpfe. Dass Lego zudem den ursprünglichen PS-Controller ohne Analogsticks statt der Dualshock-Revision mit Analogsticks verwendet, kann ich angesichts des «Ape Escape»-Dioramas nicht nachvollziehen.

Pro

  • spassiger Bauprozess, trotz komplexer Anleitung
  • viele liebevolle Details
  • ausziehbare Elemente und aufklappbares Disc-Laufwerk (RIP)
  • zwei süsse Dioramen im Inneren der Lego-Konsole

Contra

  • mein «Open»-Knopf klemmt
  • keine echten Knöpfe am Controller
  • keine Analogsticks am Controller, obwohl «Ape Escape» in der Konsole steckt
Produktbild LEGO PlayStation (72306, 1911 Teile)
LEGO

LEGO PlayStation

72306, 1911 Teile

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Meine Liebe zu Videospielen wurde im zarten Alter von fünf Jahren mit dem ersten Gameboy geweckt und ist im Laufe der Jahre sprunghaft gewachsen.


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