Deine Daten. Deine Wahl.

Wenn du nur das Nötigste wählst, erfassen wir mit Cookies und ähnlichen Technologien Informationen zu deinem Gerät und deinem Nutzungsverhalten auf unserer Website. Diese brauchen wir, um dir bspw. ein sicheres Login und Basisfunktionen wie den Warenkorb zu ermöglichen.

Wenn du allem zustimmst, können wir diese Daten darüber hinaus nutzen, um dir personalisierte Angebote zu zeigen, unsere Webseite zu verbessern und gezielte Werbung auf unseren und anderen Webseiten oder Apps anzuzeigen. Dazu können bestimmte Daten auch an Dritte und Werbepartner weitergegeben werden.

Pia Seidel
Produkttest

Diese Kopfhörer fallen auf – aber überzeugen sie auch?

Die mit Swarovskisteinen besetzten «Moto Buds Loop» von Motorola bewegen sich irgendwo zwischen Gadget und Accessoire. Ich habe getestet, wie gut diese Mischung wirklich funktioniert.

Im Januar habe ich sie in einem Beitrag von Kollegin Laura entdeckt: funkelnde Ear Cuffs – Kopfhörer und Schmuck in einem. Muss ich haben, dachte ich sofort. Seit über drei Monaten trage ich die mit Swarovskisteinen besetzten «Moto Buds Loop» von Motorola nun fast täglich. Zeit also für die Frage: Sind sie nur hübsch anzusehen – oder steckt auch klanglich etwas dahinter?

Komfort, der im Alltag überzeugt

Das Koppeln via Bluetooth funktionierte auf Anhieb problemlos, bloss das erste Anstecken am Ohr gestaltete sich etwas friemelig. Nach ein paar Versuchen hatte ich den Dreh aber raus – seither klappt es ganz intuitiv. Die Hörer erkennen automatisch, auf welcher Seite sie getragen werden. Es gibt kein mühsames Suchen nach winzigen R- oder L-Markierungen, was gerade in stressigen Situationen unterwegs oder im Dunkeln, etwa vor dem Einschlafen, sehr angenehm ist.

Testen wollte ich sie zwar wegen ihres Looks, doch mittlerweile schätze ich die «Moto Buds Loop» mindestens so sehr für ihren Tragekomfort. Wenn gerade kein Sound läuft, vergesse ich teils, dass ich sie trage. Die Cuffs sitzen stabil ohne zu zwicken, nichts steckt im Ohr, nichts drückt auf den Kopf. Sie bleiben selbst beim Joggen oder Pilates sicher an Ort und Stelle und kommen ausserdem weder Brillen, grossen Ohrringen noch der Frisur in die Quere.

So sieht das Case der «Moto Buds Loop Swarovski» aus.
So sieht das Case der «Moto Buds Loop Swarovski» aus.
«Moto Buds Loop Swarovski» in der Farbe French Oak.
«Moto Buds Loop Swarovski» in der Farbe French Oak.

Im Alltag nutze ich sie inzwischen in unterschiedlichsten Situationen: etwa beim Putzen, während meiner Skincare-Routine, im Büro oder beim Einschlafen – dort finde ich sie selbst in der Seitenlage angenehm. Tracks lassen sich dabei direkt über schnell gelernte Tastenkombinationen an den Kopfhörern steuern, ohne das Smartphone in die Hand nehmen zu müssen.

Auch die Akkulaufzeit passt für meinen Alltag gut. Rund acht Stunden Wiedergabe reichen mir locker über mehrere Tage hinweg. Und wenn es doch einmal knapp wird, sollen laut Motorola bereits zehn Minuten Ladezeit weitere drei Stunden Laufzeit hinzufügen. Die Earbuds werden übrigens automatisch geladen, sobald sie sich im Case befinden – vorausgesetzt, dieses hat noch ausreichend Akku.

Angenehmes Klangbild, doch nichts für Noise-Cancelling-Fans

Während Swarovski den Bling beisteuert, liefert Bose die Soundtechnologie. Wichtig ist jedoch zu wissen: Die «Moto Buds Loop» gehören zur Kategorie der Open-Ear-Kopfhörer. Sie sitzen also nicht im Gehörgang, sondern davor. Das hat seine Vor- und Nachteile. So bieten sie grundsätzlich ein weniger immersives Klangbild als klassische In-Ears, ermöglichen dafür aber eine bessere Wahrnehmung der Umgebung. Falls du dich also akustisch gerne komplett von der Aussenwelt abschottest und auf Funktionen wie Noise Cancelling zählst, sind das hier nicht die richtigen Kopfhörer für dich.

Bei mir persönlich löst aktive Geräuschunterdrückung hingegen öfter mal leichte Übelkeit aus. Ich kann also ohnehin wenig damit anfangen. Ausserdem fühle ich mich in öffentlichen Räumen sicherer, wenn ich mitbekomme, was sich in meiner Umgebung so abspielt. Auch im Büro ist es mir lieber, wenn meine Arbeitsgspänli mir nicht auf die Schulter tippen müssen, um mich anzusprechen.

Die «Moto Buds Loop Swarovski» sitzen bequem und stabil am Ohr.
Die «Moto Buds Loop Swarovski» sitzen bequem und stabil am Ohr.

Für meine Vorlieben eignen sich die «Moto Buds Loop» also sehr gut. Der Klang wirkt natürlich, klar und ausgewogen. Der Bass ist – wie bei Open-Ear-Modellen zu erwarten – eher zurückhaltend, fällt aber nicht störend schwach aus. Für Podcasts oder passives Musikhören im Alltag ist die Soundqualität mehr als ausreichend. Aktiv Musik höre ich ohnehin am liebsten zu Hause über Lautsprecher.

Im Flugzeug wird es kritisch

Ein weiterer Kritikpunkt bei Open-Ear-Modellen ist, dass der Sound stärker nach aussen dringt und für andere hörbar wird. Ich habe deshalb im Büro getestet, wie stark das bei den «Moto Buds Loop» der Fall ist. Bei mittlerer Lautstärke konnten meine Kolleginnen selbst in ruhiger Umgebung nichts wahrnehmen, obwohl ich direkt neben ihnen sass. Bei höherer Lautstärke und leiser Umgebung war meine Musik jedoch wahrzunehmen.

Wo die «Moto Buds Loop» meiner Meinung nach klar an ihre Grenzen stossen, sind sehr laute Umgebungen. Im Flugzeug etwa ist der Motorenlärm schlicht zu dominant. Auch in lauten Zügen oder im dichten Stadtverkehr wird die Musik teilweise selbst auf hoher Lautstärke in einem störenden Ausmass von Aussengeräuschen überlagert. Podcasts hören klappt für mich dagegen auch in lauteren Umgebungen grundsätzlich ohne Probleme. Ob die «Moto Buds Loop» dich zufriedenstellen, hängt also stark davon ab, wann, wo und wofür du sie einsetzt – und was deine Erwartungen sind.

Die «Moto Buds Loop Swarovski» sind Kopfhörer und Schmuck in einem.
Die «Moto Buds Loop Swarovski» sind Kopfhörer und Schmuck in einem.
Die Steinchen schimmern hübsch im Licht.
Die Steinchen schimmern hübsch im Licht.

Das Funkeln hat seinen Preis

So praktisch sie auch sein mögen, das stärkste Argument für die «Moto Buds Loop Swarovski» bleibt ihr Design. Schon ihre Clip-Form erinnert an dekorative Ear Cuffs, dazu kommen jeweils 34 funkelnde Swarovski-Steine pro Hörer, die das Gadget klar als Accessoire positionieren. Eines, das neugierige Blicke und erfahrungsgemäss das eine oder andere Kompliment auf sich zieht.

Dass diese Kopfhörer nicht nur Audiogerät, sondern auch Schmuckstück sind, macht ihren Reiz aus – und dient ebenso als Rechtfertigung für den Preis: Die Swarovski-Version kostet mehr als das Dreifache der regulären «Moto Buds Loop». Ob sich das lohnt, hängt letztlich davon ab, welche Rolle die Kopfhörer im Alltag spielen sollen. Wer sie vor allem als funktionales Gadget versteht, wird hier vermutlich keinen Mehrwert sehen. Wer Technik gern als Teil des persönlichen Stils trägt, dagegen schon.

Einschränkungen für Apple-Geräte

Das grösste Argument gegen die «Moto Buds Loop» – mit oder ohne Swarovski – ist wohl, dass die dazugehörige App derzeit nicht für iOS verfügbar ist. Dadurch bleiben mir als Apple-Nutzerin eine Bandbreite an Funktionen vorenthalten. So lassen sich etwa individuelle Soundeinstellungen oder Anpassungen der Tastenkombinationen nur über die App steuern, ebenso wie die Suchfunktion für verlorene Earbuds und das Aktivieren des Multipoint-Pairings, das den automatischen Wechsel zwischen zwei verbundenen Geräten ermöglicht.

Da ich App-Feintuning generell eher als Zusatzaufwand statt als Mehrwert empfinde, kann ich ganz gut mit dieser Einschränkung leben. Ich kann meine «Moto Buds Loop» auch ohne App mit meinem iPhone und MacBook koppeln, muss den Gerätewechsel dann einfach manuell anwählen. Diese zwei, drei Klicks bringe ich jetzt also schon noch auf.

Fazit

Stylische Kopfhörer mit klarer Zielgruppe

Unterm Strich sind die «Moto Buds Loop Swarovski» genau das, was sie sein wollen: praktische Open-Ear-Kopfhörer mit solidem Sound – und ein auffälliges Stil-Statement zugleich. Dazu sitzen sie äusserst bequem und stabil am Ohr. Die eingeschränkte App-Unterstützung unter iOS fällt für mich zwar kaum ins Gewicht, dürfte für manche jedoch ein echtes Ärgernis sein. Wer Kopfhörer primär nach Klang bewertet, findet bestimmt günstigere Alternativen. Wer dagegen ein Faible für hübsche Dinge hat, bekommt hier einen ungewöhnlichen Hybrid aus Gadget und Schmuck.

Pro

  • Schmuck und Kopfhörer in einem
  • klarer, ausgewogener Sound
  • super angenehm zu tragen
  • sitzt stabil – auch für Sport geeignet

Contra

  • nicht gerade günstig
  • nicht ideal für sehr laute Umgebungen
  • dazugehörige App nicht auf iOS verfügbar
Motorola Moto Buds Loop (8 h, Kabellos)
Kopfhörer
EUR222,06

Motorola Moto Buds Loop

8 h, Kabellos

Titelbild: Pia Seidel

1 Person gefällt dieser Artikel.


User Avatar
User Avatar

Hat grenzenlose Begeisterung für Schulterpolster, Stratocasters und Sashimi, aber nur begrenzt Nerven für schlechte Impressionen ihres Ostschweizer Dialekts.


Produkttest

Unsere Expertinnen und Experten testen Produkte und deren Anwendungen. Unabhängig und neutral.

Alle anzeigen

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren

  • Produkttest

    Starker Klang, kleiner Preis: Der Baseus Inspire XH1 überrascht

    von Florian Bodoky

  • Produkttest

    An Boses Open-Ear-Kopfhörern ist nichts alltäglich

    von Siri Schubert

  • Produkttest

    Tiefer Schlaf trotz Schnarchen – das können die Soundcore Sleep A30 Schlafkopfhörer

    von Siri Schubert

Kommentare

Avatar