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Neuer Pathfinder‑Ableger: «Spellfinder» setzt auf witzige Wortmagie
von Kim Muntinga

Spin Master und Universal kündigen mit «Hellbreak» ein Horror-Trading-Card-Game an. Konkrete Inhalte fehlen jedoch: Abseits der Begriffe «Monster Sandbox» und Crossover-Ambitionen bleibt offen, wie das Spiel tatsächlich funktioniert. Schade.
Spin Master und Universal haben mit «Hellbreak» ein neues Horror-Trading-Card-Game angekündigt, das sie gemeinsam mit Ghost Galaxy entwickeln. Das Spiel soll schnell, kompetitiv und stark sammelbar sein. Horror-Ikonen aus dem Fundus von Universal treten dabei in einer Arena namens «Monster Sandbox» gegeneinander an. Der globale Launch von «Hellbreak» ist für Herbst 2026 geplant. Konkrete Informationen zu Gameplay, Artwork, Fraktionen und Collector-Editions will das Unternehmen erst später veröffentlichen.
Die Ankündigung nennt noch keine konkreten Charaktere. Naheliegend wären Figuren aus dem klassischen Universal-Monsters-Kanon wie Dracula, Frankenstein oder The Mummy. Nicht, weil sie die bekanntesten sind, sondern weil sie unterschiedliche Horror-Logiken verkörpern: Kontrolle gegen Kontrollverlust, Körper gegen Geist, Fluch gegen Wille. Genau diese Gegensätze sind für mich spannend in einem TCG, weil sie sich nicht nur visuell unterscheiden, sondern auch mechanisch klar übersetzen lassen. Wenn ein neues Horror-TCG funktionieren soll, dann zuerst über solche archetypischen Kontraste und nicht über möglichst viele Lizenzen.

Die Idee «Horror trifft TCG» liegt nahe, weil das Genre stark über Wiedererkennung funktioniert. Genau darin liegt jedoch das Risiko: «Hellbreak» könnte primär über Sammeltrieb und Lizenzen verkauft werden, bevor die Spielmechanik überzeugt. Ghost Galaxy bewirbt «Hellbreak» als gefährlich, cinematisch und endlos wiederspielbar. Solange jedoch weder Regeln noch Kernmechanik oder ein klares Produktbild vorliegen, bleibt diese Beschreibung reines Marketing.
Meine Meinung: Will Spin Master ein dauerhaftes TCG etablieren, reicht «Monster gegen Monster» nicht aus. Das Spiel braucht ein tragfähiges System, das auch ohne neue Lizenzen funktioniert, sowie eine Produktstrategie jenseits von Collector-Editions und Crossover-Wellen. Bis dahin bleibt «Hellbreak» eine selbstbewusste Ankündigung für ein Spiel, dessen Kern noch offen ist.
Würdest du ein Horror-TCG wie «Hellbreak» spielen, oder ist dir das zu fest «IP first, Game later»? Schreib deine Einschätzung unten in die Kommentare.
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