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La Sportiva verpasst dem beliebten «Prodigio» ein Upgrade
von Siri Schubert

Mit weniger Gewicht, einer neuen Aussensohle und einem Carbonelement für Stabilität will der neue Arcteryx Sylan 2 punkten. Er ist auf Speed am Berg ausgelegt und soll dennoch mehr Halt geben als sein Vorgänger.
Schnell unterwegs sein, selbst wenn’s steil und steinig wird – das will der Sylan 2 von Arcteryx ermöglichen. Der neue Trailrunning-Schuh soll mehr Vortrieb bieten als das Vorgängermodell, dabei aber für grössere Stabilität sorgen.
Der Sylan 2 ist der erste Arcteryx-Schuh mit sogenanntem überkritischem Fluid in der Zwischensohle. Das ist ein mit Stickstoffgas angereicherter Hochleistungsfluidschaum, der leichter und haltbarer als andere Schaumstoffarten ist und dabei eine bessere Rückfederung bieten soll.
Neu ist auch das Carbonelement, das mit zwei seitlichen Armen wie eine Stimmgabel geformt ist. Es soll den Vortrieb der vorne aufgebogenen Sohle (Rocker) unterstützen und gleichzeitig die Stabilität des Schuhs erhöhen.

Die Ferse sitzt etwas tiefer im Schuh, was ebenfalls die Stabilität verbessern soll.
Das Gewicht des Schuhs ist mit 270 Gramm nach Herstellerangaben rund 20 Gramm leichter als das Vorgängermodell. Die Sprengung zwischen Vorfuss und Ferse beträgt sechs Millimeter, die Fersenhöhe liegt bei 32 Millimetern.
Die Aussensohle ist aus Vibram Mega Grip. Die 3,5 und 4,5 Millimeter hohen Stollen sind in einem neuen Muster angeordnet, das die Griffigkeit maximieren soll.
Sie liegen zudem weiter auseinander, damit sich im Profil kein Schlamm ansammelt. Sonst wird der Schuh nicht nur schwerer, sondern auch rutschiger, weil Stollen und Dreck gemeinsam eine glatte Fläche bilden. Wer beim Trailrunning in nassem Gelände die Sohle regelmässig mit den Stockspitzen auskratzen muss, kennt das Phänomen.

Anpassungen gegenüber dem vor zwei Jahren erschienenen Vorgängermodell gab es auch beim Obermaterial. Das Jacquardgewebe (Nylon, TPU und TPE) wurde um zusätzliche TPU-Schichten erweitert, um es strapazierfähiger zu machen. Dabei wurden die Fasern so angeordnet, dass sie gemeinsam mit dem Schnürsystem guten Halt am Mittelfuss geben sollen.
Die flachgestrickte Zungenkonstruktion wurde laut Arcteryx ebenfalls optimiert. Der Strickkragen, der bereits beim Vorgängermodell dafür sorgte, dass keine Steinchen, Staub und Tannennadeln den Weg in den Schuh finden, ist dagegen gleich geblieben.
Laut Arcteryx ist der Schuh gemacht für Rennen, FTC-(Fastest-Known-Time)-Challenges oder Top-Zeiten im Training. Dabei soll der Sylan 2 auf steilem, schwierigem Untergrund seine Stärken durch die Kombination von Vortrieb, geringem Gewicht und erhöhter Stabilität zeigen. Klar ist, es handelt sich aufgrund der Eigenschaften um einen auf Performance ausgelegten Schuh. Für einen lockeren Waldlauf im Flachland ist er dagegen «too much».
Der Sylan 2 wurde gerade gelauncht. Ob und wann wir ihn im Sortiment haben werden, steht noch nicht fest.
Forschungstaucherin, Outdoor-Guide und SUP-Instruktorin – Seen, Flüsse und Meere sind meine Spielplätze. Gern wechsel ich auch mal die Perspektive und schaue mir beim Trailrunning und Drohnenfliegen die Welt von oben an.
Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.
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