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13-in-1: Die Anker Nano Docking Station hat einen herausnehmbaren USB-Hub
von Jan Johannsen

Du meinst, USB-Sticks können nicht mehr überraschen? Dann kennst du dieses Projekt eines japanischen Weltraumforschers noch nicht. Der hat einen USB-Stick gebaut, der so gross wie ein Teller ist, aber gerade mal 128 Byte speichert. Warum? Weil er es kann.
Der Tech-Enthusiast @dyd_Nao auf X hat sich eine besondere Herausforderung gesucht: Er kombinierte uralte Magnetkernspeicher-Technologie aus den 1950er Jahren mit moderner Hardware. Das Resultat ist ein USB-Stick, der zwar völlig unpraktisch ist, aber trotzdem fasziniert.
Im Zentrum des Aufbaus liegt die archaische Speichereinheit – eine gitterartige Struktur aus winzigen Eisenringen, die mit Draht umwickelt sind. Die magnetisierten Ringe befinden sich entweder in einem magnetischen «Nord» oder «Süd»-Zustand, um Daten zu speichern. Drumherum hat der Bastler zeitgemässe Bauteile wie Treiber-Chips, Verstärker und LEDs verbaut. Ein Raspberry Pi Pico übernimmt die USB-Funktionalität und kümmert sich um einen speziellen Wiederherstellungsprozess. Denn hier kommt der Haken.

Magnetkernspeicher hat eine kuriose Eigenschaft: Das Auslesen ist destruktiv. Sobald du Daten abrufst, sind sie weg. Das System muss sie danach sofort wieder neu schreiben. Zwar sind die gespeicherten Informationen grundsätzlich nicht-flüchtig – ein Pluspunkt. Doch die Selbstzerstörung beim Lesen relativiert diesen Vorteil erheblich. Hinzu kommt, dass die Kapazität mit 128 Byte geradezu lächerlich klein ist.
Magnetkernspeicher diente in der frühen Zeit des Computers als RAM. Erstmals nutzte ihn MITs Whirlwind-Computer 1953. Von 1955 bis Anfang der 70er war er Standard – trotz erheblicher Nachteile: teuer, ineffizient und nicht skalierbar, da teilweise von Hand gewoben. Intel beendete diese Ära 1970 mit dem 1103 DRAM-Chip, der günstiger, schneller und dichter war.
Einen praktischen Nutzen hat der riesige USB-Stick mit seiner winzigen Speicherkapazität nicht. Darum geht es auch nicht. Beim Projekt geht es um «Kann ich das?» und nicht «Sollte ich das?». Genau das macht es grossartig.
Technologie und Gesellschaft faszinieren mich. Die beiden zu kombinieren und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, ist meine Leidenschaft.
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