Gehören Doom, Skyrim und Fallout bald Microsoft? ZeniMax Media soll für 7,5 Milliarden US-Dollar über den Tisch
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Gehören Doom, Skyrim und Fallout bald Microsoft? ZeniMax Media soll für 7,5 Milliarden US-Dollar über den Tisch

Martin Jud
Martin Jud
Zürich, am 22.09.2020
Microsoft will ZeniMax Media für 7,5 Milliarden US-Dollar übernehmen. Damit würde der Techgigant nicht nur Besitzer grosser Spieleschmieden wie Bethesda werden, sondern auch von Marken wie Doom und Wolfenstein.

Für nicht weniger als 7,5 Milliarden US-Dollar will Microsoft ZeniMax Media, das Mutterhaus von Bethesda, übernehmen. Mit dem beinahe feststehenden Deal erwerben die Redmonder nicht nur Spieleentwickler und Verlagshäuser, sondern auch bekannte Marken wie Quake, Wolfenstein, Fallout, Doom oder The Elder Scrolls.

Auf einen Schlag gehen ZeniMax Online Studios, id Software, Bethesda Softworks, Bethesda Game Studios, Alpha Dog, Arkane, MachineGames, Roundhouse Studios und Tango Gameworks zu Microsoft.

Wie der Technologiegigant mitteilt, seien nach diesem Deal insgesamt 23 Kreativstudios Teil des Konzerns. Weiter weist Microsoft darauf hin, dass in der Spielebranche im kommenden Jahr mit einem Umsatz von über 200 Milliarden Dollar zu rechnen ist. Spiele sind der wichtigste Wachstumsmotor, dank ihnen würden Cloud-Gaming-Dienste wie der Xbox Game Pass vorangetrieben.

Was der Kauf für die Zukunft bedeutet, wird sich zeigen. Doch dürften Exklusiv-Verträge von ZeniMax Media mit beispielsweise Sony bald der Vergangenheit angehören. Verträge, wie die einjährige Zeitexklusivität für die PlayStation 5 der kommenden Spiele «Deathloop» und «GhostWire: Tokyo», bestünden auch trotz der Übernahme weiter. Vermutlich werden künftige grosse Titel, wie ein Skyrim-Nachfolger, im Umkehrschluss bald PC- und Xbox-Exklusivität geniessen.

Dennoch könnte die Zukunft auch anders aussehen. Immerhin hat heute Satya Nadella, Chef von Microsoft, gegenüber Bloomberg gesagt, dass Microsoft möchte, dass ihr Content allgemein verfügbar ist. Phil Spencer, Chef der Xbox-Abteilung meinte zum Thema jedoch: «Über andere Konsolen entscheiden wir von Fall zu Fall.»

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Editor, Zürich

Der tägliche Kuss der Muse lässt meine Kreativität spriessen. Werde ich mal nicht geküsst, so versuche ich mich mittels Träumen neu zu inspirieren. Denn wer träumt, verschläft nie sein Leben.

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