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Hasselblad
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Hasselblad und Capture One begraben das Kriegsbeil

Wer eine Mittelformatkamera von Hasselblad der letzten zwei Generationen hat, kann die Bilder ab sofort auch mit Capture One entwickeln. Die neue Unterstützung ist nicht generisch, sondern massgeschneidert auf spezifische Modelle.

Capture One unterstützt neu die RAW-Dateien von Hasselblad-Kameras. Nach dem Update 16.8.3 lassen sich Fotos aus der X2D, der X2D II und dem digital back CFV 100C bearbeiten. Damit fällt eine langjährige künstliche Barriere in der Mittelformatwelt.

Die angemessene Unterstützung von Hasselblads RAW-Files sei das Resultat einer neuen Partnerschaft und viel Arbeit, sagt Rafael Orta, CEO von Capture One, gegenüber «DPReview». «Jeder Hersteller hat seine eigene Herangehensweise an die Farbwissenschaft und die Verarbeitung der Sensordaten. Wir legen grossen Wert darauf, dass User Farben sehen, die unseren Standards entsprechen.» Die Hasselblad-Dateien würden nicht einfach generisch ausgelesen, sondern mit dedizierten Farbprofilen für die jeweiligen Modelle. Tethered Shooting soll später im Jahr folgen.

Noch in diesem Jahr sollst du Bilder auch während des Fotografierens zu Capture One übertragen können.
Noch in diesem Jahr sollst du Bilder auch während des Fotografierens zu Capture One übertragen können.
Quelle: Capture One

Rivalität war längst hinfällig

Der bisher fehlende Support hat seine Wurzeln in einer alten Rivalität zwischen Hasselblad und Phase One, dem ursprünglichen Mutterunternehmen von Capture One. Weil beide Hersteller teure Mittelformatkameras fürs gleiche Kundensegment herstellten, war die proprietäre Software ein Verkaufsargument. Denn Capture One war stets benutzerfreundlicher Hasselblads RAW-Entwickler Phocus.

Hasselblad hat sich mittlerweile aus dem Markt des High-End-Mittelformats weitgehend zurückgezogen. Die letzte «grosse» Kamera war die H6D aus dem Jahre 2016. Stattdessen konzentriert sich der schwedische Hersteller auf die spiegellose X-Serie. Phase One baut weiterhin modulare Spiegelreflexkameras mit Digitalrückteilen, die mehrere Zehntausend Franken kosten. Sie bedienen damit de facto verschiedene Anwendungen.

2019 spalteten sich Phase One und Capture One zudem in separate Unternehmen auf. Trotzdem dauerte es weitere sieben Jahre bis zur Unterstützung von Hasselblad-Dateien. Fotos aus Kameras aller anderen populären Marken können hingegen schon lange geöffnet werden. «Es dauert nur einen Augenblick, eine Brücke zu zerstören, aber sehr lange, sie wieder aufzubauen», erklärte Rafael Orta die lange Verzögerung.

Titelbild: Hasselblad

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Mein Fingerabdruck verändert sich regelmässig so stark, dass mein MacBook mich nicht erkennt. Der Grund: Sitze ich nicht vor einem Bildschirm oder stehe hinter einer Kamera, hänge ich oft an den Fingerspitzen in einer Felswand.


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