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Jan Johannsen
Produkttest

Huawei Watch GT 7 Pro: Für den kompletten Test fehlen mir die Berge

Mehr Daten beim Skifahren, Warnungen vor scharfen Kurven beim Radfahren: Die Huawei Watch GT 7 Pro hat einige neue Tricks drauf. Im Test zählen für mich aber andere Qualitäten.

Die Huawei Watch GT 7 Pro lockt mit einer langen Akkulaufzeit, vielen Sensoren und dem Tracking von unzähligen Sportarten. Damit überzeugt mich die Smartwatch bereits. Allerdings konnte ich die großen Neuerungen fürs Skifahren und Radfahren in den Bergen in Hamburg nicht testen.

Robuste Smartwatch mit neuem Armband

Mit einem Durchmesser von 45,6 und einer Höhe von 11,25 Millimetern ist die Watch GT 7 Pro groß. Mir ist die Uhr nicht zu klobig und sie stört mich weder beim Sport noch beim Schlafen. Für dünnere Handgelenke ist sie eher nicht geeignet.

Das 1,47 Zoll große AMOLED-Display zeigt mit seiner Auflösung von 466 × 466 Pixeln Inhalte scharf an. Mit bis zu 3000 Nits erkenne ich den Bildschirminhalt selbt im Sonnenlicht auf einen Blick.

Die Watch GT 7 Pro sieht höher aus, als sie am Handgelenk wirkt.
Die Watch GT 7 Pro sieht höher aus, als sie am Handgelenk wirkt.

Huawei hat die Watch GT 7 Pro robust gestaltet, sie ist auch für Outdoor-Sportarten gedacht. Saphirglas schützt das Display vor Kratzern und anderen Beschädigungen. Das Gehäuse besteht aus einer robusten Titanlegierung, die Rückseite aus Keramik. Die Uhr ist nach IP68 und IP69 wasserdicht und staubfest. Der Hersteller gibt zudem an, dass sie Druck bis fünf ATM übersteht und bis zu einer Tauchtiefe von 40 Metern geeignet ist.

Das Ende vom Armband verschwindet unter ihm.
Das Ende vom Armband verschwindet unter ihm.

Standardmäßig gehört ein neues Armband zur Watch GT 7 Pro. Es besteht aus Kunststoff, ist 22 Millimeter breit und für einen Handgelenksumfang von 140 bis 210 Millimetern geeignet. Der Clou: Den überstehenden Teil des Kunststoffarmbands schiebst du unter das Armband. Dadurch hängt er nicht frei herum. Willst du der Uhr einen eleganteren Look verpassen, musst du ein extra Armband erwerben. Der Verschluss ist einfach zu bedienen, allerdings entspricht er keinem mir bekannten Standard.

Huawei verwendet einen eigenen Anschluss.
Huawei verwendet einen eigenen Anschluss.

Einmal im Monat aufladen oder über einen Tag lang GPS aktivieren

Wie schon beim Vorgängermodell verspricht Huawei bei der Watch GT 7 Pro eine Akkulaufzeit von bis zu 21 Tagen bei leichter Nutzung. Das klappt, wenn GPS deaktiviert bleibt und nicht alle Sensoren dauerhaft aktiv sind. Bei typischer Nutzung mit mehr Sensoren und gelegentlicher Standortbestimmung sollen es immerhin noch zwölf Tage sein. Wer GPS dauerhaft aktiviert, könnte nach Herstellerangaben 51 Stunden lang eine Aktivität wie Trailrunning tracken. Die Kapazität des Lithium-Ionen-Polymer-Akkus liegt bei 867 mAh. Mit dem mitgelieferten Ladepuck ist die Batterie in etwas mehr als 90 Minuten vollständig geladen.

Ich aktiviere alle Sensoren der Uhr und lasse mir Benachrichtigungen anzeigen. Innerhalb von 24 Stunden verbraucht sie zwei bis drei Prozent ihrer Akkuladung. Gegenüber der Watch GT 6 Pro ein Fortschritt, die verbraucht vier bis fünf Prozent. Rechne ich die Werte der Watch GT 7 Pro hoch, komme ich sogar auf eine Akkulaufzeit von über 30 Tagen. Das wäre ein ganzer Monat und deutlich mehr, als Huawei verspricht.

Die Sensoren auf der Rückseite der GT 7 Pro.
Die Sensoren auf der Rückseite der GT 7 Pro.

Tracke ich Aktivitäten mit GPS, steigt der Akkuverbrauch. Bei 70 Minuten Radfahren verbraucht die Smartwatch zwei bis drei Prozent der Akkukapazität. Je nachdem, ob ich die zwei oder drei Prozent für die Stunde veranschlage, komme ich auf die von Huawei angegebenen Stunden oder lande darunter. Aber selbst 38 Stunden dauerhafte GPS-Messungen genügen für meine sportlichen Aktivitäten.

Sport und Erholung im Blick

Ich war mit der Watch GT 7 Pro wandern, Rad fahren, schwimmen und im Fitnessstudio. Dabei lieferte sie mir im Anschluss immer konsistente Daten. War eine GPS-Verbindung nötig, findet sie in wenigen Sekunden meinen Standort und zeichnet ihn präzise auf. Beim Schwimmen lege ich die Bahnlänge fest und die Uhr zählt die Wenden genau mit. Insgesamt stehen mir über 100 Sportarten zum Tracking zur Auswahl.

Nach einem Training zeigt mir die GT 7 Pro die Trainingsbelastung an und gibt eine Schätzung ab, wie lange ich regenerieren sollte. Nach 30 Minuten im Gym sollen mir vier Stunden genügen. Nach fast zwei Stunden auf dem Fahrrad schlägt die Uhr mehr als zwei Tage vor. Für eine bessere Einschätzung der Regeneration führt Huawei mit dem «Physical Readiness Score» einen neuen Wert ein. Dieser soll anhand verschiedener Daten vom Schlaf in der Nacht und der Bewegung am Tag einschätzen, wie erholt mein Körper ist und ob ich wieder trainieren kann. Das Gute: Er stimmt mit meinem Körpergefühl überein. Allerdings frage ich mich, wozu ich ihn dann benötige.

Noch nicht perfekt erholt, aber schon wieder im grünen Bereich für das nächste Training.
Noch nicht perfekt erholt, aber schon wieder im grünen Bereich für das nächste Training.

Charmant finde ich den kleinen Panda, der mich im Laufe des Tages immer wieder zu Mini-Workouts auffordert. Damit ist keine große Anstrengung verbunden, da er jeweils nur eine Übung aus seinem Repertoire auswählt. So kommt etwas mehr Bewegung in den Alltag und als Belohnung schalte ich nach und nach Sehenswürdigkeiten zur Anzeige auf dem Zifferblatt frei. Wobei die für mich kein Ansporn sind.

Die Watch GT 7 Pro verfügt mit Curve Pay über einen Anbieter für mobile Zahlungen. Den kann ich in der EU über die Smartphone-App problemlos einrichten und so mit der Uhr bezahlen. Wunderbar. Allerdings lässt sich Curve Pay in der Schweiz nicht einrichten, ein Konto in der EU ist die Voraussetzung.

Der schnelle Überblick, ob sich bei der Gesundheit etwas Auffälliges verändert.
Der schnelle Überblick, ob sich bei der Gesundheit etwas Auffälliges verändert.

Nicht nur beim Sport misst die Watch GT 7 Pro meine Herzfrequenz, den Blutsauerstoff sowie Stress und überwacht den Schlaf. Ich kann mein emotionales Wohlbefinden festhalten und einen Zykluskalender gibt es auch noch. Die verschiedenen Messwerte bereitet sie als Gesundheitseinblicke übersichtlich auf. Verändern sich Werte auffällig, weist die Uhr darauf hin. Bisher sieht alles bei mir gut aus.

Fazit

Lohnt sich nur für Menschen mit Skiern

Die Huawei Watch GT 7 Pro überzeugt mich mit einer sehr langen Akkulaufzeit. Zusätzlich ist sie bequem zu tragen, liefert zahlreiche Daten und trackt unzählige Sportarten. Die Smartwatch ist robust und ihr Display gut ablesbar.

Die Neuerungen sind allerdings gering. Sie verleiten mich nur zum Wechsel von einer Huawei-Uhr aus den letzten zwei Jahren, wenn ich sehr viel Skifahren oder mit dem Rad über Berge klettern würde. Muss es keine runde Uhr sein, würde ich zur günstigen Huawei Watch Fit 5 Pro greifen.

Pro

  • sehr lange Akkulaufzeit
  • helles Display
  • robustes Gehäuse
  • zuverlässige Datenerhebung

Contra

  • in der Schweiz ohne mobile Bezahlungen
  • Neuerungen hauptsächlich für Skifahrer interessant
  • proprietärer Anschluss für Armband
Huawei GT7 Pro (45.60 mm, ohne SIM)
Smartwatch
Neu
EUR619,–

Huawei GT7 Pro

45.60 mm, ohne SIM

Titelbild: Jan Johannsen

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Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Digitec und Galaxus. 


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