Rückschlag für Disney: David Benioff und D.B. Weiss machen doch keine «Star Wars»-Trilogie

Rückschlag für Disney: David Benioff und D.B. Weiss machen doch keine «Star Wars»-Trilogie

Luca Fontana
Luca Fontana
Zürich, am 29.10.2019

«Game of Thrones»-Showrunner David Benioff und D. B. Weiss verlassen das neue «Star Wars»-Projekt. Grund dafür soll ihr mehrjähriger Netflix-Deal sein. Wer könnte auf die beiden folgen?

David Benioff und D. B. Weiss verlassen «Star Wars», wie das Onlinemagazin Deadline Hollywood berichtet. Das Duo hat anno 2011 die gefeierte HBO-Verfilmung «Game of Thrones» ins Leben gerufen. Bis zum Serienfinale vergangenen Frühling haben sie die Serie als Showrunner in sämtlichen inhaltlichen, kreativen und administrativen Aspekten überwacht. Im Februar 2018 die vermeintliche Krönung ihrer Karriere: Sie machen eine neue «Star Wars»-Trilogie.

D.B. Weiss und David Benioff an der 2013er San Diego Comic Con
D.B. Weiss und David Benioff an der 2013er San Diego Comic Con
Wikimedia Commons

Grund für das Verlassen des Star-Wars-Projekts, so ein Statement Benioffs und Weiss gegenüber Deadline Hollywood, soll ihr Mega-Deal mit Netflix sein.

Doch kein «Star Wars» im Jahr 2022?

Über den Netflix-Deal, der noch im August von Ted Sarandos, Inhalts-Chef bei Netflix, angekündigt worden ist, ist nicht viel bekannt. Von einem «mehrjährigen» Deal sei die Rede, und davon, dass sich Benioff und Weiss zum «Schreiben, Produzieren und Inszenieren» neuer Netflix-Serien und -Filme verpflichtet haben. Eine Verpflichtung, die den Game-of-Thrones-Machern zu wenig Zeit liesse, die neue «Star Wars»-Trilogie, die 2022 hätte starten sollen, für alle zufriedenstellend umzusetzen.

«Ein Tag hat bloss 24 Stunden, und wir sind der Meinung, dass wir nicht sowohl «Star Wars» als auch unseren neuen Netflix-Projekten gerecht werden können, wenn wir beides gleichzeitig machen. Darum müssen wir ein Projekt verlassen.»
David Benioff und D.B. Weiss, Deadline, Oktober 2019
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Indes hat Kathleen Kennedy, Lucasfilm-Präsidentin und Produzentin der neuen «Star Wars»-Filme, nicht bekannt gegeben, wie Disney die 2022 entstandene Lücke füllen will. Laufende Projekte, die einspringen könnten, gibt es aber genug. Rian Johnson, «Star Wars: The Last Jedi»-Regisseur, arbeitet immer noch an einer neuen «Star Wars»-Trilogie, die noch keinen Starttermin hat. Das könnte sich schnell ändern.

Aber auch Marvel-Mastermind Kevin Feige wird mindestens einen Film zur weit, weit entfernten Galaxie beisteuern – womöglich früher, als gedacht. Auch wenn der jüngst abgeschlossene Spider-Man-Deal mit Sony auch bei Feige für einen vollen Terminkalender sorgt.

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Apropos Kathleen Kennedy. Auch sie meldet sich mit einem wichtigen Hinweis zu Wort :

«David Benioff und Dan Weiss sind unglaubliche Geschichtenerzähler. Ich hoffe, sie wieder in die weitere Entwicklung von «Star Wars» einbeziehen zu dürfen, sobald es ihr Terminkalender zulässt.»
Kathleen Kennedy, Deadline, Oktober 2019

Damit ist klar, dass Benioff und Weiss nicht wegen dem Debakel, das die achte und letzte Game-of-Thrones-Staffel für viele Fans gewesen ist, von «Star Wars» zurückgetreten sind. Auch wenn das für viele der Grund sein wird, weshalb sie den beiden keine Träne nachweinen werden.

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Luca Fontana
Luca Fontana

Editor, Zürich

Abenteuer in der Natur zu erleben und mit Sport an meine Grenzen zu gehen, bis der eigene Puls zum Beat wird — das ist meine Komfortzone. Zum Ausgleich geniesse ich auch die ruhigen Momente mit einem guten Buch über gefährliche Intrigen und finstere Königsmörder. Manchmal schwärme ich für Filmmusik, minutenlang. Hängt wohl mit meiner ausgeprägten Leidenschaft fürs Kino zusammen. Was ich immer schon sagen wollte: «Ich bin Groot.»

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