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EU baut USB-C-Pflicht deutlich aus
von Florian Bodoky

Seit dem 28. April 2026 werden Notebooks in der EU ohne Netzteil verkauft. Die Auswahl an passenden Ladegeräten ist groß, aber durch die benötigte Leistung des Laptops zügig eingegrenzt.
Die EU entkoppelt nicht nur den Verkauf von Notebook und Netzteil, sondern schreibt auch USB-C als Anschlusstyp für Laptops vor. Zudem müssen die Hersteller Eckdaten angeben, die helfen, ein passendes Ladegerät zu wählen. In der Schweiz gilt die Vorschrift zwar nicht, aber die Hersteller verzichten in Zukunft auch bei Modellen mit CH-Tastatur darauf ein Ladegerät beizulegen.
In ihrer Verordnung legt die EU fest, dass die Hersteller ein Piktogramm für die Ladeleistung auf der Notebook-Verpackung anbringen müssen. Diese gibt die Mindest- und Maximalleistung in Watt an. Das sind die Zahlen, die für die Wahl des passenden Netzteils wichtig sind. Unterstützt der Laptop den Schnellladestandard «USB Power Delivery» ergänzt der Hinweis «USB‑PD» das Piktogramm.

Das Piktogramm auf der Packung ist nicht immer der einzige Hinweis. So findet sich die bildliche Notiz bei Lenovo auch auf der Schnellstartanleitung und Acer legt einen Zettel bei, der diese Informationen enthält. Sie verweisen ebenso wie Dell darauf, dass die Anforderungen an das Ladegerät in den Bedienungsanleitungen aufgelistet sind. Online-Shops sollten die entsprechenden Informationen zudem in den Produktinformationen ihrer Angebote stehen haben.

Als grobe Faustregel gilt: 45 Watt sind das Minimum für ein Notebook-Netzteil. Mit weniger Leistung kann der Akkustand trotz Stromversorgung während der Nutzung sinken. 60 oder 65 Watt sind die bessere Wahl und für beinahe alle Laptops geeignet.
Entscheidest du dich für ein Netzteil mit mehr als einem Anschluss, benötigst du mehr Leistung. Ich tendiere zu mindestens 100 Watt. Denn das ist die Gesamtleistung, die bei mehreren eingesteckten Geräten geteilt wird. Wichtig ist dabei, darauf zu achten, ob ein Anschluss mehr Strom ausgeben kann als andere, und dann diesen für den Laptop zu verwenden. Zudem kann es sein, dass das zuerst eingesteckte Gerät mehr Ladeleistung als die Nachzügler erhalten.
Die auch noch bei uns im Shop vorhandene Aufteilung in Notebook-Netzteile und USB-Netzteile ist inzwischen hinfällig. Mit den USB-Netzteilen lassen sich schon lange nicht mehr nur Smartphones laden. Der Hauptunterschied ist, dass die USB-Ladegeräte meistens direkt in der Steckdose stecken und du noch ein USB-C-Kabel benötigst, das die entsprechende Leistung transportieren kann. Bei den Notebook-Ladegeräten verläuft ein Kabel zum eigentlichen Netzteil und von dort je nach Modell ein fixes oder austauschbares Kabel zum Laptop. Das ändert sich in zwei Jahren: Ab 2028 müssen alle Netzteile in der EU einen USB-C-Anschluss und dürfen kein fixes Kabel mehr haben.
Ich lasse inzwischen die klassischen Notebook-Netzteile links liegen und habe mit den USB-Ladegeräten und Laptops keine Probleme. Falls du nicht selbst unsere Filter füttern willst, kommen hier ein paar Empfehlungen:
Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Digitec und Galaxus.
Praktische Lösungen für alltägliche Fragen zu Technik, Haushaltstricks und vieles mehr.
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