
Thule packt die Babyschale in den Veloanhänger
Mit einem neuen System von Thule kannst du den Auto-Kindersitz im Veloanhänger nutzen. Das bringt mehr Sicherheit für die Kleinsten – und ist beim Blick auf die Produktpalette der Schweden eine logische Innovation.
Thule bringt zusammen, was gut zusammen passt: Die Babyschale fürs Auto und den Veloanhänger. Mit dem ab Frühjahr 2027 erhältlichen System lässt sich der sichere Sitz von der Rückbank auch im Zweisitzer hinter dem Bike einrasten. Eine entsprechende Montagevorrichtung hat die Firma im Januar 2026 zum Patent eingereicht und das fertige Produkt war im September an der Messe Kind + Jugend in Köln zu sehen.
Thule führt es im kommenden Frühjahr mit der 2027er-Version des zweisitzigen Veloanhängers Thule Chariot Cab 2 ein. Der neu entwickelte Adapter findet in der Bodenwanne des Anhängers Platz und soll im Zusammenspiel mit der Babyschale Thule Maple und dem Kleinkindersitz Thule Elm funktionieren.

Allerdings blockiert der eingebaute Kindersitz den zweiten Platz des Multisportanhängers. Ein älteres Geschwisterkind kann nicht daneben sitzen, du musst es im Kindersitz auf dem Gepäckträger transportieren.
Ein logischer Schritt
Ganz neu ist die Idee übrigens nicht – Qeridoo hat schon seit Jahren einen Adapter für die Montage von Babyschalen im Veloanhänger im Sortiment und für Lastenräder gibt es ebenfalls entsprechende Lösungen.
Nachdem Thule 2024 die ersten eigenen Auto-Kindersitze auf den Markt gebracht hat, ist diese Entwicklung der logische nächste Schritt. Er könnte die Kundschaft noch mehr an die Marke binden. Schliesslich musst du im Auto und am Velo auf Thule setzen, um das neue System zu nutzen.

Ich habe bei Thule nachgefragt, ab welchem Alter es für die Fahrt empfohlen sein wird – die Antwort steht noch aus und ich werde sie ergänzen, sobald sie eintrifft.
Vorsichtige Unternehmenspolitik
Beim Babytransport im Veloanhänger ist der Hersteller bislang betont vorsichtig. Die Hängematte Infant Sling, die Thule schon lange im Sortiment hat, ist ausdrücklich nur für Spaziergänge freigegeben. Fahren ist damit verboten, um das Kind nicht durch Erschütterungen zu gefährden.
Andere Hersteller hatten bislang mehr zu bieten und geben bei ihrem Zubehör grünes Licht für die (vorsichtige) Fahrt: Konkurrent Croozer führt zum Beispiel einen Babyeinsatz, der im Anhänger- oder Jogger-Modus genutzt werden darf, sobald das Baby selbstständig den Kopf heben und halten kann. Das ist meistens zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat der Fall.
Der Sitz mag noch so sicher sein – grundsätzlich spielen das Fahrttempo, der Untergrund und gesunder Menschenverstand eine Rolle. Die BFU empfiehlt: «Wer auf Nummer sicher gehen will, verzichtet auf den Transport mit dem Velo – weder im Velokindersitz noch im Veloanhänger –, bis das Kind jährig ist.»
Einfacher Schreiber, zweifacher Papi. Ist gerne in Bewegung, hangelt sich durch den Familienalltag, jongliert mit mehreren Bällen und lässt ab und zu etwas fallen. Einen Ball. Oder eine Bemerkung. Oder beides.
Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.
Alle anzeigen












