
Fritz! bringt neue Geräte – verzichtet aber auf’s Wi-Fi-8-Label
Zur IFA feiert Fritz! 40 Jahre mit neuem Router-Design und neuen Modellen für Glasfaser, Mobilfunk und Mesh – bei Wi-Fi 8 bremst der Hersteller noch.
Happy Birthday Fritz! zum 40. Jahrestag stellen die deutschen Netzwerk-Spezialisten ein ganz neues Design für die Fritzbox. Daneben launchen die Berliner mehrere neue Router-Modelle für verschiedene Anschlussarten. Sie zeigen auch ihren Fahrplan für Wi-Fi 8, aber anders als andere Hersteller sind sie noch zurückhaltend.
Neues Router-Flaggschiff im neuen Design
Zunächst stellt Fritz! die neue Fritzbox 7-90 vor. Die DSL- und Fiber-kompatible Box nennen sie nur «Die Box». Beim Gehäuse verlegt Fritz sämtliche Anschlüsse auf die untere Hälfte der Rückseite und entfernt alle Tasten bis auf eine einzige. Auch die LED-Vielfalt hat sich verkleinert. Nur noch eine LED wird verbaut. Nach wie vor kühlt der Router ohne Lüfter und hat eine durchschnittliche Leistungsaufnahme von zwölf Watt.

Als Multi-Breitband-Router bedient «Die Box» sowohl Fiber über GPON (bis 2,5 Gbit/s) und AON (bis 1 Gbit/s) als auch klassisches DSL. Beim WLAN setzt der Hersteller auf Triband-Wi-Fi-7 mit MLO (also gleichzeitige WLAN-Verbindungen über mehrere Frequenzbänder). Die theoretische Spitzengeschwindigkeit beträgt 12,2 GBit/s, verteilt auf jeweils 5760 Gbit/s im 6-GHz- und im 5GHz-Band sowie 688 Mbit/s im 2,4 GHz-Band. An der Unterseite findest du zwei 2,5 GBit/s WAN/LAN-Ports sowie einen dedizierten 2,5-GBit/s-LAN-Port und zwei 1 Gbit/s-LAN-Buchsen. Auf eine 10-GBit/s-Anschluss musst du hier verzichten.

Zudem gibt es DECT für die Fritzfons und den Zigbee-Standard für Smart Home. Ebenfalls nicht totzukriegen ist der USB-Anschluss – hier verzichtet Fritz! aber auf eine Angabe der Geschwindigkeit.
Neue Geräte für Mesh, Fiber und Mobillösungen
Neben dem diesjährigen Flaggschiff lanciert Fritz! auch noch die neue Fritzbox 5630 XGS. Diese läuft direkt an XGS-PON-Anschlüssen (einer Glasfaser-Varianten mit bis zu 10 GBit/s im Up- und Download), oder lässt sich an ein externes Fibermodem anschliessen. Per Wi-Fi 7 funkt sie dann an andere Geräte. Nebst dem 10 GBit/s-Anschluss gibt es hier noch drei weitere LAN-Ports und eine USB-3.0-Schnittstelle.

Für den mobilen Usecase hat Fritz die Fritzbox 6835 5G vorgestellt. Das Internet kommt per 5G mit bis zu 2 GBit/s und unterstützt sowohl die physische wie auch die e-SIM. Die Stromversorgung erfolgt über USB-C, kann also auch mit einer Powerbank betrieben werden, sollten Steckdosen mal Mangelware sein.
Wenn dein Signal zu schwach wird, gibt es noch den neuen Fritz!Repeater 6700 Pro. Dieser unterstützt Quadband 2,4 GHz, zweimal 5-GHz (ein separates 5-GHz-Band nur für die Verbindung zum Backhaul) und 6 GHz und baut so sein Mesh-Netzwerk auf.

Fritz!OS 8.50 und Wi-Fi 8
Wie bereits erwähnt, lanciert Fritz! die neueste Version ihres Betriebssystem Fritz!OS, Version 8.50. Nebst der DNS-Filterung unterstützt das OS auch eine automatische Priorisierung des Datenverkehrs sowie Fritz!Failsafe, ein Ausfallschutz, wenn z.B. das Fiberkabel nicht mehr funktioniert (basierend auf Mobilfunk 5G/LTE). Gewisse Router können so auch als Matter-Bridge genutzt werden, sodass verschiedene Smart-Home-Geräte miteinander verwendet werden können, auch wenn sie von unterschiedlichen Marken stammen.
Bei Wi-Fi 8 hält sich Fritz noch zurück. Das erste Gerät mit Wi-Fi 8 soll im ersten Halbjahr 2027 kommen. Details sind diesbezüglich noch nicht bekannt. CEO Jan Oetjen betonte im Übrigen, dass sich Fritz! in Sachen Entwicklung und Produktion weiterhin zu Europa bekennt.
Verfügbarkeiten und Preise liefern wir so schnell wie möglich nach.
Seit ich herausgefunden habe, wie man bei der ISDN-Card beide Telefonkanäle für eine grössere Bandbreite aktivieren kann, bastle ich an digitalen Netzwerken herum. Seit ich sprechen kann, an analogen. Wahl-Winterthurer mit rotblauem Herzen.
Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.
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