
Sony präsentiert zwei leichte Supertele-Festbrennweiten
Das Sony EF 400mm F4.5 GM OSS und das Sony EF 600mm F6.3 GM OSS wiegen nur ein knappes Kilogramm und kosten ziemlich viel. Ob sie die bessere Wahl sind als Zooms, ist eine Frage der Prioritäten.
Sony hat zwei neue Objektive vorgestellt. Das EF 400mm F4.5 GM OSS und das EF 600mm F6.3 GM OSS sind Festbrennweiten für Wildlife- und Sportfotografie. Der Clou: Für ihre Lichtstärke wiegen die beiden Teleobjekive erstaunlich wenig. Dennoch sollen sie als Vertreter der G-Master-Serie eine herausragende Bildqualität liefern.
Beide Objektive bringen ohne Stativschelle knapp ein Kilo auf die Waage (994 Gramm und 995 Gramm). Das ist weniger als etwa Nikons Linsen mit den exakt gleichen Brennweiten und Lichtstärken. Dort wiegt das 400er 1160 Gramm (+17 Prozent), das 600er gar 1360 Gramm (+37 Prozent).
Das Sony EF 400mm F4.5 GM OSS besteht aus 22 Linsenelementen in 16 Gruppen, das Sony EF 600mm F6.3 GM OSS aus 24 Elementen in 17 Gruppen. Beide Objektive enthalten Linsenelemente mit der neuesten Beschichtung (Nano AR Coating II), die Ghosting und Flares minimieren soll. 11 Blendenlamellen sorgen für ein rundes Bokeh, zwei XD-Linearmotoren für blitzschnellen Autofokus. Die Festbrennweiten sind abgedichtet gegen Staub und Wassser – und kompatibel mit Sonys Telekonvertern.

Quelle: Sony
Teuer oder nicht? Eine Frage der Perspektive
Der Hersteller positioniert die neuen Objektive als leichte Premium-Option für Motive wie Tiere, Vögel, Sportler, Züge und Flugzeuge. Sie sollen sich dank des geringen Gewichts bequem ohne Stativ verwenden lassen. Günstig sind sie allerdings nicht: Das EF 400mm F4.5 GM OSS kostet 2399 Franken, für das EF 600mm F6.3 GM OSS werden 3299 Franken fällig.
Das ist in absoluten Zahlen viel Geld, relativ gesehen kommt es auf den Referenzpunkt an. Die gleichen Linsen von Nikon sind ähnlich teuer. Noch lichtstärkere Modelle wie das Sony FE 400mm F2.8 GM OSS (11 999 Franken) oder das FE 600mm F4 GM OSS (13 999 Franken) kosten ein Vielfaches.

Quelle: Sony / Petter Askø Næss
Im Vergleich günstig (1419 Franken) ist hingegen Sonys FE 200-600mm f/5.6-6.3 G OSS, das am langen Ende die gleiche Lichtstärke bietet wie die längere der beiden neuen Festbrennweiten – und als Zoom deutlich flexibler ist. Trotz des mehr als doppelten Gewichts (2115 Gramm) dürfte es deshalb für viele Hobbyfotografen das Supertele der Wahl bleiben. Wenngleich es «nur» der G-Serie angehört und damit nicht den gleichen optischen Standards entspricht wie die G-Master-Objektive.
Komplizierter wird die gleiche Abwägung bei den 400ern. Dort ist das Sony FE 100-400mm F4.5 GM OSS teurer (4199 Franken) als die Festbrennweite und wiegt ebenfalls einiges mehr (1840 Gramm).
Das EF 400mm F4.5 GM OSS und das EF 600mm F6.3 GM OSS sind ab sofort bestellbar, die Auslieferung beginnt voraussichtlich im Oktober.
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