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Burdun Iliya / Shutterstock
News & Trends

«Uh-oh»: ICQ kehrt als Fanprojekt zurück

Kim Muntinga
5.8.2026

Mehr als zwei Jahre nach dem Ende von ICQ bringt ein Community-Projekt den Messenger zurück. «ICQ Reborn» übernimmt zentrale Merkmale des Originals, nutzt jedoch eigene Server und ist vorerst nur für Windows erhältlich.

Das (grüne) Blumensymbol, die nummerierte Benutzerkennung und der bekannte «Uh-oh»-Ton sind wieder da. Für mich klingt er bis heute allerdings eher wie «Ah-oh!». Mit «ICQ Reborn» haben Fans den Messenger aus den frühen 2000er-Jahren neu entwickelt. Die kostenlose Software orientiert sich optisch und funktional eng am Original.

Die Neuauflage setzt stärker auf Blau, übernimmt aber den klassischen Aufbau von ICQ.
Die Neuauflage setzt stärker auf Blau, übernimmt aber den klassischen Aufbau von ICQ.
Quelle: ICQ Reborn

Nach der Registrierung erhältst du eine neue UIN (User Identification Number), über die dich andere Personen finden und als Kontakt hinzufügen können. Der Messenger unterstützt neben direkten Chats auch Offline-Nachrichten. Diese werden auf dem Server zwischengespeichert und zugestellt, sobald sich der Empfänger oder die Empfängerin wieder anmeldet.

Alte Konten bleiben verschwunden

Mit dem ursprünglichen ICQ hat die Neuauflage technisch nichts zu tun. Das Community-Projekt greift auf eigene Server zurück und steht nicht mit dem früheren Betreiber VK in Verbindung. Alte ICQ-Nummern, Kontakte und Nachrichten lassen sich deshalb nicht übernehmen oder wiederherstellen. Aktuell ist «ICQ Reborn» ausschließlich für Windows 10 und Windows 11 erhältlich. Versionen für macOS, Linux, Android oder iOS gibt es bislang nicht.

ICQ startete 1996 und gehörte zu den ersten weltweit erfolgreichen Instant-Messaging-Diensten. Besonders in den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren prägte der Messenger die Online-Kommunikation vieler Internetnutzer. In seiner Hochphase erreichte das Programm mehr als 100 Millionen Nutzer. Mehr über den Aufstieg und Niedergang des Messengers kannst du in meinem damaligen Artikel zur Abschaltung von ICQ nachlesen.

Ob sich rund um «ICQ Reborn» erneut eine aktive Nutzergemeinschaft bildet, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen. Da frühere Kontaktdaten nicht übernommen werden können, müssen Nutzerinnen und Nutzer ihr Netzwerk allerdings komplett neu aufbauen.

Titelbild: Burdun Iliya / Shutterstock

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