Deine Daten. Deine Wahl.

Wenn du nur das Nötigste wählst, erfassen wir mit Cookies und ähnlichen Technologien Informationen zu deinem Gerät und deinem Nutzungsverhalten auf unserer Website. Diese brauchen wir, um dir bspw. ein sicheres Login und Basisfunktionen wie den Warenkorb zu ermöglichen.

Wenn du allem zustimmst, können wir diese Daten darüber hinaus nutzen, um dir personalisierte Angebote zu zeigen, unsere Webseite zu verbessern und gezielte Werbung auf unseren und anderen Webseiten oder Apps anzuzeigen. Dazu können bestimmte Daten auch an Dritte und Werbepartner weitergegeben werden.

Produkttest

Wenger Tool Pro: Starker Werkzeugrucksack mit kleiner Schwachstelle

Alles am Werkzeugrucksack Wenger Tool Pro ist so, wie ich es mir wünsche: Er ist geräumig, gut ausgestattet und stabil. Nur ein winziges Detail beginnt mit der Zeit zu nerven.

Ich bin kein Installateur, trage aber manchmal mein Werkzeug hin und her. Aus dem Keller in die Wohnung. Zur Leihe in der Nachbarschaft. Oder ins Auto. Das Geschleppe stört mich zunehmend, seit mein guter alter Werkzeugkoffer und meine guten alten Bandscheiben langsam auseinanderfallen. Als das Angebot kommt, den Werkzeugrucksack Wenger Tool Pro auszuprobieren, schlage ich deshalb zu. Auch wenn ich hoffnungslos unterqualifiziert bin.

Mit dem Tool Backpack Pro für Installateure und Installateurinnen, Techniker und Technikerinnen sowie Baufachleute gelingt jede Aufgabe mit Leichtigkeit.
Produktversprechen des Herstellers

An den Ergebnissen meiner Handwerkskunst werde ich ihn nicht messen. Ich will nur wissen, was ich darin unterbringe, wie praktisch er ist und ob er Wünsche offen lässt.

Überblick und erster Eindruck

Grössenvergleich: 36 Liter Volumen sind ganz schön viel.
Grössenvergleich: 36 Liter Volumen sind ganz schön viel.

Der Rucksack hat ein Volumen von 36 Litern, der Grossteil des Aussenmaterials ist aus recycelten PET-Flaschen hergestellt und insgesamt erwartet mich Folgendes:

  • ein 17-Zoll-Laptopfach mit Verbindung zum integrierten USB-Anschluss
  • ein Hauptfach mit herausnehmbarer Werkzeugtrage und zwei Nebenfächern
  • ein bruchfestes (Schutz-)Brillenfach
  • ein kleineres Hauptfach mit zwei offenen Taschen und vier elastischen Schlaufen
  • ein halb offenes Einschubfach für Kabel oder andere Dinge, das sich mit zwei Schnallen schliessen lässt
  • ein Frontfach mit fünf nicht elastischen Schlaufen, einem Schlüsselhaken und Platz für Kleinigkeiten
  • zwei nicht elastische Seitentaschen, eine davon mit Gummizug schliessbar
  • ein Regenschutz in Signalfarbe

Dazu komme ich gleich im Detail. Doch erstmal reizen mich die äusseren Aspekte. Zum Beispiel der nicht nur optisch verstärkte Tragegriff und die stabile Bodenwanne, auf der der Rucksack leer oder beladen sicher steht. Das gut gepolsterte Rückenteil und die ebenfalls gepolsterten Trageriemen mit Brustgurt. Die grossen, auch mit Handschuhen einfach zu greifenden Zipper sowie dezent eingesetzte reflektierende Elemente. All das vermittelt den Eindruck von hoher Qualität.

Das ist mal ein solider Griff.
Das ist mal ein solider Griff.
Die Zipper lassen sich auch mit Handschuhen gut greifen.
Die Zipper lassen sich auch mit Handschuhen gut greifen.

Ich belade den Wenger Tool Pro im Laufe der Zeit mit dem kompletten Inhalt meines Werkzeugkoffers, einem Dremel und einem Akkuschrauber samt Case und Zubehör, meinem Laptop inklusive Zweitbildschirm und Netzteil, einer Steckdosenleiste und weiterem Kleinkram, bis die Zuladung deutlich jenseits der 20-Kilo-Marke ist.

Er knirscht und ächzt nicht. Ich knirsche und ächze weniger, als wenn ich meinen Werkzeugkoffer durch die Gegend trage. Das Ding ist mehr als solide konstruiert. Wandern geht damit wohl niemand, aber der Rucksack würde sich sicher auch auf längeren Strecken bewähren. Auf kurzen trägt er sich jedenfalls sehr gut. Einen «Trolleyriemen» für den Transport auf einem Rollkoffer hat er auch. Flughafen-Style.

Am Rücken ist der Wenger Tool Pro angenehm gepolstert.
Am Rücken ist der Wenger Tool Pro angenehm gepolstert.

Geflogen ist mein Musterexemplar noch nicht, vermutlich kam der Wenger Tool Pro mit dem Schiff. Weil’s immer ein Thema ist, wenn ein Logo mit Schweizerkreuz auf dem Produkt prangt, sei gesagt: Er ist nicht Swiss Made, sondern wird in China hergestellt.

Das Hauptfach mit der Werkzeugtrage

Ziehe ich die Zipper beidseitig ganz nach unten, sieht es aus, als strecke mir der Rucksack die Zunge raus. Der nach vorne klappende Teil enthält ein grosses Reissverschluss- und ein grosses Klettverschlussfach.

Alleine im Hauptfach kann ich den Inhalt eines Werkzeugkoffers versenken.
Alleine im Hauptfach kann ich den Inhalt eines Werkzeugkoffers versenken.

Dahinter kommt das Kernelement zum Vorschein: Die herausnehmbare Werkzeugtrage mit fünf offenen Fächern sowie sechs elastischen Dreifachschlaufen oben und weiteren zehn Einzelschlaufen unten. Schwere Sachen sind besser unten aufgehoben. Dann kippt der Rucksack nicht. Ansonsten hat jeder und jede die Möglichkeit, sich entsprechend der eigenen Bedürfnisse zu organisieren. Der herausnehmbare Teil wird von Klettverschlüssen in Position gehalten und ich kann ihn am jeweiligen Arbeitsplatz aufhängen. Praktisch.

Die Werkzeugtrage kann ich rausnehmen und aufhängen.
Die Werkzeugtrage kann ich rausnehmen und aufhängen.

Das Laptopfach bietet reichlich Platz

Direkt am Rücken sitzt das Laptopfach. Darin haben bis zu 17 Zoll grosse Geräte und weiteres Zubehör Platz. Ich schiebe mein Notebook in die offene Tasche und bringe davor locker meinen zusätzlichen mobilen Monitor unter. Mit den beiden 14-Zöllern ist dieser Bereich längst noch nicht voll.

Irgendwo da unten verschwindet mein Laptop.
Irgendwo da unten verschwindet mein Laptop.

Es gibt noch eine weitere elastische Tasche fürs Netzteil oder die Powerbank, dazu verbindet ein USB-C-Kabel den Innenraum mit einem fix am Rucksack verbauten Anschluss, über den die Stromversorgung selbst bei geschlossenen Fächern sichergestellt ist. So kann ich meinen Laptop oder meinen Akkuschrauber laden. Das Laptopfach ist nicht besonders dick, aber ausreichend gepolstert.

Der USB-C-Anschluss aussen am Rucksack.
Der USB-C-Anschluss aussen am Rucksack.

Die weiteren Werkzeugfächer

Um an das zweitgrösste Werkzeugfach zu kommen, muss ich zunächst die beiden Schnallen des Einschubfachs lösen, das zum Beispiel gerollte Kabel in Position hält und im unteren Bereich elastische Seitenelemente besitzt. Dahinter kann ich das Werkzeugfach weit öffnen, dessen Geschichte schnell erzählt ist: Es bietet zwei Taschen und vier elastische Schlaufen.

Es könnte sich lohnen, diese beiden Taschen mit längeren Sachen zu beladen, damit diese die Rückwand des Fachs stabilisieren. Das hätte vielleicht das einzige grosse Ärgernis verhindert, zu dem ich später noch komme. Im dritten und kleinsten Werkzeugfach haben ein Schlüssel (am Kunststoff-Karabiner) sowie weitere Werkzeuge in fünf nicht elastischen Schlaufen Platz.

Das kleinste Fach an der Frontseite.
Das kleinste Fach an der Frontseite.

Brillenfach und Aussentaschen

Ganz oben, direkt vor dem Griff, ist ein kleines Hardcase eingebaut. Es bietet Platz für eine (Schutz-)Brille und ist weich ausgekleidet, sodass diese unbeschadet bleiben sollte. Auch wenn es nach oben hin, wo sich das Fach über den Reissverschluss öffnet, nicht speziell verstärkt ist. Ich müsste schon Hammerwerfer sein, um darin etwas zu zertrümmern. Die seitlichen Aussentaschen sind nicht elastisch. Eine davon hat einen Gummizug, um sie nach oben zu verschliessen. Beide sind zwanzig Zentimeter hoch und relativ geräumig – eine 1,5-Liter-PET-Flasche passt jeweils hinein.

Eine Dose WD40 versinkt in der geräumigen Seitentasche.
Eine Dose WD40 versinkt in der geräumigen Seitentasche.

Ein nerviges Zipperlein am Zipper

Du merkst, dass ich mich insgesamt sehr mit dem Wenger Tool Backpack Pro angefreundet habe. Doch je häufiger ich ihn öffne und schliesse, desto mehr nervt mich ein kleines Detail: der Zipper.

  • Hintergrund

    Der Reissverschluss, ein genialer Frustfaktor

    von Michael Restin

Erst dachte ich, Wenger habe in diesem Punkt mit grossen, sehr soliden Zippern die perfekte Lösung. Dann dachte ich, es wäre noch nett, wenn sie abschliessbar wären. Dieses Detail fehlt bei meinem Test-Rucksack. Als ich in der Produktbeschreibung sehe, dass das Hauptfach Ösen für ein Schloss haben sollte, frage ich nach und erfahre, dass es sich bei meinem Testmodell um ein Muster aus der Vorproduktion handelt.

Wenn du ihn offiziell bestellst, musst du auch auf dieses Detail nicht verzichten. Also doch alles perfekt? Leider nein: Immer häufiger stelle ich fest, dass der Reissverschluss des Hauptfachs beim Öffnen etwas hakt und sich bereits ins darunterliegende Material gefressen hat.

Schon nach vier Wochen ist eine Stelle ausgefranst und angefressen.
Schon nach vier Wochen ist eine Stelle ausgefranst und angefressen.

Wenn die Innenfächer des Hauptfachs gefüllt sind, klappt dieses beim Öffnen auf halbem Weg nach unten. Ein Knick entsteht und an genau dieser Stelle frisst sich der Zipper immer wieder fest. Je mehr das Material ausfranst, desto nerviger wird das Problem. Ich behelfe mir, indem ich das zweite Werkzeugfach wie oben beschrieben stabilisiere und beim Öffnen vorsichtiger werde. Dadurch läuft das Öffnen und Schliessen wieder etwas runder. Aber solche Kompromisse will ich bei einem hochwertigen Marken-Rucksack eigentlich nicht machen müssen.

Kalte Dusche für meine Begeisterung: Aufgrund des Zipper-Problems kann auch der Regenschutz den fünften Stern nicht retten.
Kalte Dusche für meine Begeisterung: Aufgrund des Zipper-Problems kann auch der Regenschutz den fünften Stern nicht retten.

Fazit

Starker Werkzeugrucksack mit kleiner Schwäche

Der Werkzeugrucksack Wenger Tool Pro ist nicht nur für die Installateurinnen und Installateure dieser Welt nützlich. Er bietet viele Möglichkeiten, sich den eigenen Vorstellungen entsprechend zu organisieren und überzeugt mit der Materialqualität.

Vom verstärkten Tragegriff bis zur Bodenwanne, von der herausnehmbaren Werkzeugtrage bis zu den grosszügigen und durchdachten Fächern – überall macht er eine gute Figur. Ein winziges Detail kostet ihn den fünften Stern: Der Zipper des Hauptfachs frisst sich schon nach wenigen Wochen ins darunterliegende Material und beginnt zu haken.

Pro

  • steht stabil und trägt sich gut
  • viel Platz und flexibel konfigurierbar
  • macht auch bei viel Gewicht nicht schlapp
  • herausnehmbare Werkzeugtrage
  • Laptopfach
  • gute Details wie Brillenfach und USB-C-Anschluss
  • grosse Zipper, Hauptfach abschliessbar

Contra

  • Zipper am Hauptfach frisst sich fest

4 Personen gefällt dieser Artikel


User Avatar
User Avatar

Einfacher Schreiber, zweifacher Papi. Ist gerne in Bewegung, hangelt sich durch den Familienalltag, jongliert mit mehreren Bällen und lässt ab und zu etwas fallen. Einen Ball. Oder eine Bemerkung. Oder beides.


Produkttest

Unsere Expertinnen und Experten testen Produkte und deren Anwendungen. Unabhängig und neutral.

Alle anzeigen

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren

  • Produkttest

    Der Deuter Race Exp Air hat Mut zur Lücke

    von Vanessa Kim

  • Produkttest

    FR Enduro Blackline von Evoc: Rucksack und Protektor in einem

    von Patrick Bardelli

  • Produkttest

    Praxistest auf der Loipe: Die Daehlie-Langlaufjacke überzeugt – mit einer Schwäche

    von Siri Schubert

2 Kommentare

Avatar
later